Abschied vom Seelenschmerz

Gert Simon steht am Abgrund. Sein Herz pocht wild. Schweiß perlt auf seiner Stirn. Er beugt sich nach vorne. Da schrillt sein Wecker. Er erschrickt über seinen lauten Seufzer und verschränkt die Arme über der Brust. Schon der dritte Albtraum in dieser Woche. Heute ist das Abteilungsmeeting mit dem Chef. Gert Simon ahnt schlimme Veränderung. Nein, sein Lieblingsprojekt wird er keinesfalls aufgeben. Er wird kämpfen. Überhaupt sieht er keinen Grund für eine Umstrukturierung. Beim Frühstück sucht er nach passenden Argumenten. Nichts fällt ihm ein. Auf der Fahrt ins Büro hat er immer noch keine stichhaltigen Gründe für seinen Standpunkt. Ärgerlich schreitet er durch den Haupteingang seiner Firma. Sein Gedankenkarussell endet erst, als ihm ein Kollege eine Frage stellt.

 

Die Angst vor Veränderung und Verlust

Seine Angst vor einem drohenden Verlust hat Gert Simon in eine Krise gestürzt. Sein Gefühlschaos verdirbt ihm die Laune. Dieser emotionale Stress zeigt Wirkung auf seinen Körper. Sein vegetatives Nervensystem bewirkt die Ausschüttung von Noradrenalin und Adrenalin aus dem Nebennierenmark. Die Hormone beschleunigen seinen Puls, erhöhen seinen Blutdruck. Er wird kurzatmig. Er kann keine klaren Gedanken fassen, hat sich nicht im Griff. Wenn sich seine negativen Gedanken und die Angst nicht bald legen, könnte es ihm noch schlechter gehen. Durch den erhöhten Cortisolspiegel könnte sein Immunsystem schlapp machen. Eine Infektion droht. Wegen der Isolation im Krankenbett würde er nicht gehört und könnte nichts beeinflussen.

 

Was kann Gert Simon jetzt für seinen Stressabbau tun?

Die Stressbremse habe ich in meiner Gesundheitslotsenausbildung bei Salimed http://www.balance-helpcenter.info erlernt. Man atmet tief ein und durch einen circa 10 cm langen dicken Trinkhalm aus. Dabei zählt man auf sechs und wiederholt sechsmal. Das ruhige Ausatmen bringt den Körper unmittelbar und für eine kurze Zeit aus dem gestressten Zustand.

  1. Intuition und Gefühle. Wenn eine Eingebung durch Erfahrungen ausgelöst wird, können neue Gefühle entstehen. Bei Gert Simon ist dieses neue Gefühle Angst, sei sie begründet oder unbegründet. Seine Situation ist nicht geklärt. Er sollte sich aktiv um sachdienliche Informationen bemühen, um sein schlafraubendes Gedankenradio abzuschalten.
  2. Den Seelenschmerz kann Gert Simon verabschieden. Was Angst, Ärger oder Trauer verursacht, kann er herausfinden. Ein hilfreiches Verlustdiagramm aus dem Grief Recovery Kurs kann hier Klarheit schaffen. Hierzu müsste sich Gert Simon zugunsten seiner Gesundheit Zeit nehmen. Was im Unterbewussten unbehandelt festsitzt, kann mit dem Programm „Lernen Sie, sich selbst zu helfen. Umgang mit emotionalem Stress“ der deutschen Grief Recovery Method® bearbeitet werden. www.maxalive.de
  3. Gelassenheit klammert nicht. Gert Simon fällt es schwer, Argumente gegen etwas zu finden, das er nur vermutet. Sein Einfluss auf die Situation begrenzt sich auf seine Person. Seine Intuition oder ein Gefühl erfinden den Grund für Angst und verstärken Seelenschmerz. Diese Stimmung leitet sein Verhalten. Gerne würde er die Situation kontrollieren, obwohl er sie gar nicht wirklich kennt. Erkennen, dass er „die Brücke nicht überqueren muss, bevor er da ist“, Stopp sagen und warten bis das Abteilungsmeeting abgeschlossen ist, das sollte er. So kann er gelassen die Tatsachen sehen, unverkrampft nachfragen und mit Fakten konstruktiv umgehen, anstatt sich mit negativen Fantasien verrückt zu machen. Abschied vom Seelenschmerz!