Lasst uns unsere Werte in die Tonne treten –

oder wozu Werte gerade HEUTE besonders wichtig sind!

Es ist schon verrückt, im Zeitalter der digitalen Welt, sollen Werte auf einmal wieder eine höhere Bedeutung haben und besonders wichtig sein?

Blicken wir zurück. Noch vor einem Jahrzehnt haben wir in den meisten Fällen nach Schema F gearbeitet. Es konnte nur der etwas werden, der einen stringenten Lebenslauf hatte und die, die einen Beruf von Grund auf gelernt haben, waren die Helden.

Doch dann ist etwas Verrücktes passiert. Die Welt splittet sich zunehmend auf in Bits und Bytes. Alles, was automatisiert und in Algorithmen abgebildet werden kann, wird umgesetzt – ohne Rücksicht auf Verluste. Prozessabläufe, Aufbauten, Sachverhalte – alles wird aufgeschlüsselt und fernab von einem menschlichen Bezug transparent zerkleinert.

Wo sind denn da noch Werte relevant?

Der Trend geht in Richtung Zukunft

Stellt man die Zukunftsfrage einem KI-Experten wird dieser als erstes die totgesagten Branchen aufzählen und im zweiten Schritt die, die noch eine Zukunft haben. Die Auslaufmodelle sind klassische Berufe wie Lokführer, Bankmitarbeiter oder Druckerei-Mitarbeiter. Hingegen ist das Handwerk mit der Digitalisierung noch attraktiver und alle Kreativen haben sehr gute Aussichten. Es ist eben immer noch schwer, ein Gesicht, das aus Bananen, Äpfel und Birnen auf einem Tisch liegt, als Gesicht und nicht als Obst zu erkennen.

Alles auf Neu

Doch schaut man sich im großen Mittelstand und den Konzernen um, sind die Bedingungen für die neuen Arbeitsanforderungen noch im Steinzeitalter. „Home Office – um Gotteswillen“, „flexible Arbeitszeit – bloß nicht“ und „flexible Arbeitsbedingungen Fehlanzeige“. Im Gegensatz dazu hat der mittlere und kleine Mittelstand wie auch kleine Unternehmen die Weichen voll auf Zukunft gestellt. Kein 9-5-Job, keine starren Regeln und Anwesenheitszeiten, sondern Ergebnisse zählen. Ob die nun zu Hause oder im Büro erledigt werden, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Bei Interviews wird bereits geklärt, dass man sich miteinander entwickeln möchte, sich gegenseitig bereichern will und zusammenwachsen möchte. Doch dies geht nur mit Werten. Das starre System an Regularien wandelt sich. Die rationalen Rahmenbedingungen werden durch Werte und Empathie ersetzt. Das Vorleben spielt heute mehr denn je eine entscheidende Rolle. Und ein fehlendes oder schwaches Wertebild ist ein Wettbewerbsnachteil. Es geht darum, das Wozu im Arbeitsumfeld aufzuzeigen.

Wie ist das jetzt mit den Werten?

Durch die digitale Welt, die Globalisierung und die neuen Möglichkeiten, spielt Klarheit eine wichtige Rolle. Klarheit in dem, wo die Wertschöpfung liegt, Zielstreben nach Mehrwerten für das Gegenüber und nicht die Produktion von starrem Output. Die echten Chancen des Lebens und dies insbesondere in der Wirtschaftswelt lassen sich hauptsächlich dadurch identifizieren, dass sie aus Werten heraus entdeckt werden. Der Betrachter baut eine empathisch-emotionale Verbindung zu einer Möglichkeit auf und kann diese in Bezug zur Marke und zum Unternehmen setzen. Viele nennen dies mitdenken, doch es ist eher ein „mitfühlen“. Nicht jeder denkt und fühlt gleich. Und jeder Mensch schafft andere Assoziationen. Zunehmend sind die Menschen in Unternehmen gefragt, die neue Kombinationen zum Erfolg führen. Die Mitarbeiter und Teams dazu anleiten, dass mehrdimensionales Denken mit Fokus Nutzen/Mehrwerte der Schlüssel für den Erfolg ist.

An dieser Stelle hat ein fehlendes Wertebild katastrophale Folgen. Chancen werden entweder nicht gesehen oder sie laufen konträr der Unternehmenszielsetzung. Somit würden zwar gute Ideen vorhanden sein, wenn sie jedoch nicht auf ein gleiches Ziel einzahlen, hilft die beste Chance nichts – sie heben sich gegenseitig auf.

Gemeinsame Entwicklung, doppelte Erfolgschancen

Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Es werden nicht nur Ressourcen verschwendet, sondern bei einem solchen Vorgehen verwässert die Marke und verliert an Strahlkraft. Die Entwicklungen des Unternehmens laufen entgegen den allgemeinen Entwicklungen der Wirtschaft und es verliert somit den Anschluss.

Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch existieren wollen, müssen ihr WOZU klären. Dies beinhaltet Werte und ihren Beitrag für die Gesellschaft und den einzelnen. Wer mit diesem Ansatz die unternehmerische Zielrichtung vorgibt, ermöglicht es Menschen und Mitarbeitern sich dieser Entwicklung anzuschließen. Dabei ist die Vielfalt an Persönlichkeiten in Unternehmen eine besondere Chance, innovativ und modern die eigene Entwicklung voran zu treiben.