Authentizität und Motivation starten mit der Frage „Warum?“

Jeder Mensch hat innere Antreiber. Er handelt entsprechend seiner Veranlagung, die durch bestimmte Lebensmotive determiniert werden. Diese Lebensmotive verändern sich im Laufe des Lebens kaum.

Sie machen die Persönlichkeit aus, sie bestimmen, was jemand gerne tut und was nicht, woran er Freude hat und was ihm schwer fällt, für was er sich begeistern kann und was er nur widerwillig erledigt, ob er lieber im Team arbeitet oder allein und vieles andere mehr. Das Wissen um die Existenz solcher Lebensmotive ist neuer als die hierarchiegeprägten Modelle von Führung und Management und deswegen leider oft noch nicht gelebter Alltag in Unternehmen.

Wissen, das gerade Führungskräfte für sich nutzen sollten. Selbstbezogene Führung nach dem Motto „Führe Mitarbeiter so, wie Du geführt werden willst“ wird dabei zunehmend zum Auslaufmodell. Immer öfter gilt in modernen Unternehmen: „Führe Mitarbeiter so, wie sie geführt werden wollen – entsprechend ihrer Lebensmotive und den daraus resultierenden Stärken und Schwächen.“

Es sind also Führungskräfte gefragt, die sowohl über eine hohe Selbstwahrnehmung verfügen – schließlich handeln auch sie entsprechend ihrer Lebensmotive – als auch über eine außerordentliche Beobachtungsfähigkeit. Wer weiß, was seine inneren Antreiber sind, trifft die besseren Entscheidungen, kommuniziert besser und ist im Einklang mit seinen Handlungsmaximen. Warum das so ist, lässt sich leicht erklären. Das „Warum“ ist der Treibstoff, während das Wie und Was nur die Resultate sind. Die Lebensmotive geben die Antwort auf das Warum.

Menschen mit zum Beispiel einem hoch ausgeprägten Flexibilitätsmotiv performen besonders gut in dynamischen Umgebungen.

Warum verhält sich jemand so und nicht anders? Warum performt eine Person in einem Umfeld, während eine andere Person im gleichen Umfeld zum Low-Performer mutiert. Mit dem falschen Treibstoff krankt das System. Wer gegen seine inneren Antreiber arbeitet oder arbeiten muss, verliert an Energie. Der richtige Treibstoff fehlt. Ein System voller Menschen mit wenig Treibstoff wird auch von Kunden und Geschäftspartnern erkannt. Es wird deutlich, hier fehlt die Energie, das Warum, das große Ziel.

Sich bewusst zu werden, was die wirklichen inneren Antreiber sind, ist weit mehr als reine Selbsterkenntnis. Es heißt zu hinterfragen und abzugleichen, ob und inwieweit die Werte, welche das Unternehmen, die Vorgesetzten und die Arbeitskollegen vertreten, mit den eigenen übereinstimmen. Ein niedrigerer  Deckungsgrad bedeutet, geringere Produktivität und Motivation, ein höherer erlebter Stress und höhere Fehlzeiten.

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Menschen mit zum Beispiel einem hoch ausgeprägten Flexibilitätsmotiv performen besonders gut in dynamischen Umgebungen. Mit einer Führung der starren, durchgetakteten Strukturen gehen sie ein wie eine Orchidee im Keller. In einem Startup Unternehmen werden hingegen genau diese Flexibilität und Agilität gefordert. Da ist ein Geist gefragt, der sich an wechselnde Gegebenheiten anpassen kann.

Wenn Menschen überfordert oder unterfordert sind, startet normalerweise die Suche nach fehlenden fachlichen Kompetenzen oder mangelnden persönlichen Fähigkeiten.

Je nachdem, mit welchen Motiven man ausgestattet ist, ist man ein besserer Match für ein Unternehmen als Mitarbeiter oder als Führungsperson oder eben ein schlechterer. Dabei sind bestimmte Lebensmotive nicht besser oder schlechter. Sie sind einfach so, wie sie sind. Um sich aber zu entfalten brauchen sie eine entsprechende Umgebung. Es gilt also, die richtigen Entscheidungen zu treffen, für oder gegen den Job, für oder gegen einen Mitarbeiter, für oder gegen ein Projektteam.

Viele versuchen noch immer, sich Menschen für das gegebene Umfeld zurechtzubiegen, statt sich zu fragen, ob das Umfeld das passende ist. Über kurz oder lang federt der daraus resultierende Selbstbetrug, das Handeln entgegen der eigenen Lebensmotive physisch und körperlich zurück – Burnout, Stress und Krankheiten sind die Folge.

Motive kann man messen und nicht lernen

Wenn Menschen überfordert oder unterfordert sind, startet normalerweise die Suche nach fehlenden fachlichen Kompetenzen oder mangelnden persönlichen Fähigkeiten. Auch wenn es durchaus Fehlbesetzungen gibt, startet eine sinnvollere Suche auf der Ebene der Persönlichkeit, Bedürfnisse und Antreiber – auf der Ebene der intrinsischen Motivation, der Lebensmotive.

Der Glaube, dass der Mensch wie ein Rechner umprogrammiert werden kann, entstammt dem Beginn des Computerzeitalters und ist ein Wunsch, dem kaum ein Mensch bisher hat nachkommen können. Tätigkeiten und Abläufe lassen sich erlernen. Aber das „Warum“ eine Tätigkeit ausgeführt werden soll, ist noch nicht lernbar. Es ist der Unterschied zwischen Wissen und Erkenntnis. Treibstoff kann man eben nicht lernen, man muss ihn im Tank haben. Und der Treibstoff ist eine Wertekongruenz zwischen den eigenen inneren Antreibern und den zu lösenden Aufgaben.

Mit dem Wissen der Lebensmotive beginnt die Reise in eine neue Führungskultur und eines professionellen Coachings. Es gilt kompromisslos zu inventarisieren, Konfliktherde zu identifizieren und eine Veränderung voranzutreiben. Die dadurch erworbene Authentizität ist für Unternehmer, Führungspersonen und Menschen, die ein sinnvolleres Leben führen wollen, ein Muss. Die Ergebnisse sind eine bessere Performance, gesündere Mitarbeiter und Strukturen und eine steigende allgemeine Zufriedenheit im Miteinander.

* Dieser Artikel erschien auch in der Frankfurter Allgemeine Woche, KW25/2017

Performer – Über die Bereitschaft, Widerstände zu überwinden

Rainer Zitelmann legt mit seinem aktuellen Buch „Die Psychologie der Superreichen“ erstmals eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Reichtumsforschung vor. Wie Armut entsteht ist hinreichend bekannt. Aber Reichtum, gar Super-Reichtum?

Im Buch – eigentlich als Dissertation verfasst und deswegen auch leserlich keine ganz leichte Kost – werden zahlreiche Menschen interviewt, die zwischen 12 Millionen Euro und mehreren hundert Millionen Euro an Vermögen angehäuft haben – die meisten Self-made-Millionäre, also keine Erben. Es ist also interessant, was diese Menschen zu berichten haben, denn man kann von ihnen lernen. Und siehe da: Reichtum ist weder Veranlagung noch ausschliesslich das Ergebnis harter Arbeit, sondern er entspringt einer gewissen Haltung, einer Persönlichkeit, die sich diszipliniert auf die gesetzten Ziele ausrichtet, Dinge entwickelt und vorantreibt und sie bis zum Ende verfolgt.

Auffällig bei den meisten Top-Performern – unabhängig davon, ob sie nun superreich sind oder an anderer Stelle herausragend erfolgreich – ist, dass sie bereit sind, mehr zu leisten als andere, mehr investieren als andere, mehr ertragen als andere und nicht bei jedem Rückschlag gleich den Kopf in den Sand stecken. Erfolg und Reichtum sind kein Glück – klar, auch das gehört dazu, sondern das Ergebnis mentaler Stärke, gebündelter Energie, innerer Klarheit und rücksichtsloser Fokussierung. Viele Erfolgreiche schon haben in ihren jungen Jahren Leistungssport betrieben, waren und sind bereit, in den Schmerz zu gehen und über sich hinaus zu wachsen. Sie haben den Ehrgeiz und sie haben Selbstdisziplin. Alles Dinge, die man an sich verändern und entwickeln kann, wenn man denn will.

Wer im Leben unabhängig, finanziell frei und selbstbestimmt sein will und sein Leben nach eigenen Massstäben führen möchte, kommt nicht drum herum, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, sich zu entwickeln und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten. Nur mit eigenen Ecken und Kanten, einer Portion Kampfgeist, der Bereitschaft, Widerstände zu überwinden und dem Erkennen und Leben der eigenen Motive und Antreiber kann Erfolg und Reichtum gelingen. Zu keiner anderen Erkenntnis kommt auch Rainer Zitelmann in seinem Buch. Keine Geheimnisse, sondern das, was im Grunde schon jeder wusste: ohne Fleiss kein Preis, ohne harte Arbeit an sich selbst, die die harte Arbeit an den eigenen Zielen ermöglicht, gelingt Reichtum nicht – weder finanzieller noch persönlicher.

Reichtum ist kein Wunder, zumindest keines, das sich nicht jeder selbst erschaffen kann. Vielleicht reicht es nicht bei jedem für Millionen, aber das selbst definierte Lebensglück, ein Leben in Freiheit und auch im materiellen Wohlstand ist möglich. Wenn man bereit ist, sein Bestes zu geben. Dazu gehört zunächst, Klarheit darüber zu bekommen, wohin die eigene Reise gehen soll und zu überprüfen, welche persönlichen Ziele erreicht werden sollen. Das Ziel muss dabei so richtig *GEIL* und anziehend sein. Dann gilt es, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und jeden Tag einen Schritt weiter aus der Komfortzone zu machen und dem Ziel entgegen zuschreiten. Erfolg ist ein Marathon, kein Sprint. Schritt für Schritt muss man sich ihm nähern.

Vergewissere Dich also jeden Tag, dass Dein Ziel noch im Fokus ist. Wenn nicht, passe Deinen Weg an. Arbeite jeden Tag daran. Jeden Tag. Keine Ausnahme. Eigne Dir die Fähigkeiten an, die Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen. Lerne jeden Tag etwas dazu. Jeden Tag. Ist es unangenehm? Ja, das ist es manchmal. Aber wenn Du nicht bereit bist, auch das Unangenehme zu ertragen, wird sich das Angenehme nicht einstellen. Dann bist Du den Erfolg auch nicht wert. Veränderung bedeutet immer auch Schmerz. Wenn es weh tut, spricht viel dafür, dass Du auf einem guten Weg bist.

Gefragt sind Durchhaltewillen und der Mut, für sich selbst einzustehen und dabei die Einstellung zu haben, nicht andere für Rück- und Fehlschläge verantwortlich zu machen. Aus Fehlern lernen, das ist die Devise, nicht jammern, sondern weiter machen.

Wer sich mit der Psychologie der Erfolgreichen befassen möchte, dem empfehle ich das Buch «Psychologie der Superreichen» von Rainer Zitelmann. Es ist Neuland. Es ist interessant. Es ist nicht immer unterhaltsam, aber sehr lehrreich.

Entscheidungen und Schmerzen – Wie gehst du mit Schmerzen um?

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Menschen. Die einen meinen, dass jede Entwicklung und die Konsequenzen, die aus einer Entscheidung folgen, grundsätzlich mit Schmerzen verbunden sind. Motto: no pain, no gain oder „Was uns nicht umbringt, macht uns härter“. Diese Menschen betrachten das Leben als Kampf, den sie zu ertragen und zu gewinnen haben.

Die Zweiten meinen, man müsste generell Schmerzen vermeiden und deswegen besser gleich gar keine Entscheidungen treffen. Wenn ich immer den Weg des Sowohl-als-auch statt den des Entweder-oder gehe, komme ich wahrscheinlich mit weniger Blessuren durchs Leben. Ist zwar irgendwie mittelmässig, aber anderen geht es ja schliesslich viel schlechter.

Die Dritten treffen Entscheidungen, versuchen aber die Folgen bzw. die damit verbundenen Nachteile zu entschärfen. Die dritte Gruppe sind meine Kunden. Nicht immer und generell, aber unter anderem in einem Tattoo-Studio, in dem ich immer wieder als Coach gebucht werde, wenn ein Klient ein Tattoo haben möchte, aber keine Schmerzen haben will.

In diesem Tattoo-Studio ist es wie im Leben. Die einen kommen und sagen klar, dass sie ein Tattoo haben möchten. Keine Frage nach Schmerzen. Sie haben entschieden und sind bereit, die Folgen und Begleiterscheinungen zu akzeptieren. Manche sagen sogar, Schmerzen gehören zum Tätowieren dazu. Und schliesslich ist ein Tattoo ja auch eine Entscheidung fürs Leben. Es hat Sinn, diese Entscheidung bewusst zu treffen und auch bewusst die dazugehören Schmerzen zu ertragen.

Die Zweiten werden ihr Leben lang von einem Tattoo träumen, wenn sie sich denn eines wünschen. Aber sie werden den Schritt nicht gehen, weil ihnen der Mut fehlt. Der Preis ist ihnen zu hoch. Schade, denn ihnen entgeht etwas – wenn es nicht das Tattoo ist, wird es etwas anderes sein. Wer immer nur Schmerz vermeidet, sich vor allem fürchtet, trägt vielleicht die härteste aller Konsequenzen: niemals ein Ziel oder eine neue Dimension erreichen, niemals etwas Besonderes sein oder erleben.

Die dritte Gruppe sucht nach kreativen Lösungen. Die Entscheidung fürs Leben ja, aber Schmerzen nein. Vielleicht geht das nicht immer, aber es geht ziemlich oft. Wenn ich Klienten vor und während des Tätowierens coache, haben sie weniger oder keine Schmerzen. Und dennoch erleben sie das Tätowieren bewusst, vielleicht sogar viel intensiver als andere. Denn der Schmerz bekommt eine positive Wendung. Es bleibt das Glücksgefühl, etwas zu bekommen, was man sich wünscht, verbunden mit einer positiven Lern- und Lebenserfahrung.

Und die Moral von der Geschicht‘: Es lohnt sich immer, nach Lösungen zu suchen, auch und gerade nach solchen, die nicht unmittelbar im Blickfeld liegen. Denn auf den ersten Blick haben ja Tattoos und Coachings auch nichts miteinander zu tun. Nicht nur bei Tattoos, auch sonst im Leben, lohnt sich zur Blick zur Seite, der Blick nach innen oder der unvoreingenommene Blick nach aussen. Mit Hilfe eine Coaches oder Mentors lassen sich neue Wege finden, die Menschen den eigenen Zielen näher bringen, ohne dabei jeden Schmerz ertragen zu müssen.

Wichtig ist das eigene Bewusstsein. Es kann mal sinnvoll sein, Dinge einfach zu ertragen, sie intensiv zu durchleben und sich so bewusst zu machen, dass das Leben eben auch Härten hat, die es zu meistern gilt. Davor habe ich tiefsten Respekt. Allerdings sind Schmerzen auch kein Selbstzweck. Und wer sie nicht ertragen möchte, findet Lösungen. Man muss sie nur suchen.

Jeder mag selbst entscheiden, was und wie viel er ertragen möchte in einer bestimmten Situation. Ein Leben ganz ohne Nachteile und Schmerzen wird es nicht geben. Jede Entscheidung hat ihren Preis. Aber er lässt sich in vielen Fällen mindern. Das ist die wichtigste und vornehmste Aufgabe eines Coaches. Er mindert den Preis, den jemand zu zahlen hat, wenn er ein Ziel verfehlt oder wenn er eine bestimmte (lebenswichtige und lebenslange) Entscheidung trifft.

Steigere deine Willenskraft – Setze dich durch

An Ideen fehlt es dir nie? Nur an der Ausführung scheitert es manchmal? Kein Problem, das geht vielen Menschen immer wieder mal so. Damit es in Zukunft mit deiner Willenskraft aufwärtsgeht, du Verführungen eher widerstehen kannst und es schaffst, deine Projekte bis zum Ende durchzuziehen, geben wir dir hier eine Liste an erprobten Möglichkeiten.

Balle deine Fäuste
Es klingt zu Beginn vielleicht erst einmal seltsam, aber so einfache Dinge wie die Fäuste zu ballen, können im Alltag viel Gutes bewirken. Wie die US-amerikanische Public Library of Science im Jahr 20131) veröffentlichte, haben Forscher herausgefunden, dass das Ballen der rechten Hand während des Lernens und danach beim abrufen des Gelernten das Ballen anderen Hand, zu einer signifikant höheren Gedächtnisleistung führt. Man vermutet, so die These, dass wenn wir eine Faust ballen im Frontallappen der gegenüberliegenden Gehirnhälfte die neuronale Aktivität erhöht wird.

Doch die Fäuste zu ballen, bringt dir weit mehr: Ballst du sie zum Beispiel, wenn du dich einer Situation stellst, die deine Willenskraft erfordert, kann das dir helfen standhafter zu bleiben. Die Selbstkontrolle, die du für diese Anspannung benötigst, reflektiert auf die Situation, mit der du dich gerade konfrontiert siehst. Es würde dir zum Beispiel leichter fallen einer Ablenkung zu widerstehen. Ähnliche Strategien üben viele erfolgreiche Menschen aus.

Lächele
In einer wissenschaftlichen Studie2) aus dem Jahr 2005 haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Lächeln und andere Tätigkeiten welche die Laune verbessern auch die Willenskraft stärken. Dazu haben sie Probanden der Studien einer Versuchung widerstehen lassen, um dann im Anschluss nur einen Teil der Gruppe stimmungsaufhellenden Situationen auszusetzen. Jene mit besserer Laune schnitten bei den Folgetests deutlich besser ab als jene Teilnehmer, die schlechtere Laune hatten. Wenn du also weisst, dass du stark sein musst, lächle und mach dir gute Laune!

Meditiere
Meditation hat viele Vorteile. Unter anderem reduziert sie Angst & Stress, verbessert die Konzentration und Emotionen, lässt graue Gehirnmasse wachsen und hilft wachsam zu sein. Doch sie kann dir sogar dabei helfen, deine Willenskraft zu stärken.

Nach einer Studie von Malte Friese et alteres3) helfen Achtsamkeitsmeditationen signifikant dabei die Willenskraft dauerhaft zu stärken. Wenn du auch von den vielen Vorteilen der Meditation profitieren möchtest, gehört sie in dein Tagesprogramm. Zum Beispiel 10 Minuten: Sitze bewegungslos und beobachte deinen Atem. Unseren Coaching Klienten bringen wir verschiedene Formen der Meditation bei – und die meisten möchten diese nicht mehr missen.

Quellen:
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0062474
http://www.albany.edu/~muraven/publications/promotion%20files/articles/tice%20et%20al,%202007.pdf
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1053810012000104

Krisen Selfmanagement – Wie wir durch Krisen wachsen können

Ständig fokussiert durchs Leben zu gehen ist Beileibe nicht einfach. Zumal unser Gehirn uns laufend mit neuen Informationen füttert, die wir verarbeiten sollen. Das kann kräftezehrend und anstrengend sein. Das liegt aber nicht nur an der zunehmenden Komplexität, dem steigendem Tempo oder den vielen Erwartungen an uns. Viel mehr liegt es an den eigenen Gedanken, Erwartungen und Bewertungen. Wenn wir unserem Gehirn dabei immer wieder neue Impulse der Aufmerksamkeit für einen besseren Umgang geben, läuft es im (Arbeits-) Alltag spürbar einfacher.

Krisen sind ein Naturgesetz
Das Leben verläuft nicht wie eine Gerade, sondern wie eine Achterbahn – auf und ab. Das ist ein Naturgesetz und lässt sich nicht ändern. Es ist vielmehr so, dass wenn es immer aufwärts ginge, wir uns daran gewöhnen würden und uns nicht mehr darüber erfreuen könnten. Wir brauchen also Krisen um das zu schätzen was wir haben. Sie machen das Leben lebenswert.
Wenn wir aus den Krisen lernen, wachsen wir an Erfahrungen und Erkenntnissen. Auch wenn es uns ärgert.

Wie wir aus Krisen, Konflikten und Problemen lernen können
Manchmal machen wir einen harten Schnitt und versuchen Konflikten mit einer neuer Arbeitsstelle, neuem Trainer oder neuem Partner aus dem Weg zu gehen. Das geht nicht lange gut, da die gleichen Konflikte und Probleme bald wieder auftauchen. Der Grund dafür: Der Ursprung der meisten Schwierigkeiten liegt in unserem Kopf, und wir können daher nicht vor ihnen weglaufen. Wir können jedoch den Ursprung suchen, warum wir immer wieder vor den gleichen Problemen stehen, und daran arbeiten. Das ist vermutlich eines der grössten Abenteuer unseres Lebens.

Den ersten Schritt machen wir in dem wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit verändern und die Konflikte, Anstrengungen und Probleme als Chance für persönliche Entwicklung betrachten. Warum finde ich mich immer wieder in der gleichen Situation wieder? Muss ich es wirklich perfekt machen, oder versuche ich eine schwache Seite an mir zu verstecken? Wann hab ich gelernt mich so zu verhalten? Und wofür habe ich das gelernt? Bin ich mit den Auswirkungen meines Verhaltens zufrieden oder will ich etwas anderes? Wie müsste ich mich verhalten, dass es die gewünschte Wirkung hat?

Damit wir wachsen können, müssen wir die Ursache der Krisen, Konflikte und Probleme an den Wurzeln packen und wissen, wohin wir wachsen wollen. Wir arbeiten an den limitierenden Glaubenssätzen und Ängsten, und schaffen so die Voraussetzungen dafür, dass sich Probleme und Konflikte nicht mehr wiederholen. Oder das sich zumindest eine neue Wahlmöglichkeit persönlichen Verhaltens etablieren kann.

Psychologische Gesetze
Damit wir weiter wachsen können wäre es gut, die Friedensstörer unseres Lebens willkommen heissen. Und wer kennt sie nicht, jene, die einen zur Weissglut bringen, den Blutdruck steigen lassen und einem immer wieder ungefragt Fehler aufzeigen. Durch sie können wir viel über uns erfahren. Sei es Partner, Kunden, Familienmitglieder oder Freunde. Denn sie zeigen uns zwei Dinge an uns auf:

Eigenschaften, die wir an uns ablehnen, verbergen oder verleugnen, oder Eigenschaften, die wir gerne hätten.
In der Psychologie wird dies mit Resonanzgesetzen erklärt. Mit anderen Worten: jemand kann etwas in uns in Schwingung bringen, wenn es vorhanden ist. Wir können durch sie zwei Sachen über uns lernen: Einerseits Eigenschaften die wir nicht haben und auf die es sich lohnen würde darauf hinzuarbeiten, und andererseits Eigenschaften die wir haben, an denen wir arbeiten könnten.
Für diese Friedensstörer hat jemand den Begriff «Arsch-Engel’s» in die Welt: Zum einen ist ein solcher Mensch, der ständig Knöpfe drückt und einen zur Weissglut bringt ein Arsch, gleichzeitig auch ein Engel: Weil die Aufmerksamkeit auf die Eigenschaften und Mängel fokussiert, mit denen man wachsen kann, wenn man sich mit ihnen auseinander setze.